Bombenstimmung am Bunker
Genau 80 Jahre, nachdem die Stadt und Festung Rastatt vor den Franzosen kapitulierte und die Besatzungsmacht in Rastatt einzog, war der Westwallbunker geöffnet, und um Punkt 14 Uhr hielten die vielen Besucher kurz inne, um sich an diesen wichtigen Moment am 13. April 1945 zu erinnern. Der besondere Höhepunkt an diesem Tag war aber der Kampfmittelbeseitiger Sandro Wünschel aus Offenbach bei Landau. Mit allerlei Sprengkörpern und besonderem Werkzeug umgeben führte der junge Mann vor, wie man Bomben, vor allem Blindgänger entschärft und dadurch unschädlich macht. Tausende liegen noch in Deutschlands Untergrund und sind deshalb gerade jetzt gefährlich, weil die Kunststoff-und Gummiteile, die ein Explodieren verhindern sollen, 80 Jahre nach der Herstellung erodieren. Eingeleitet wurde die Vorführung durch das laute Signal „Fliegeralarm“, wie es in Kriegszeiten allzuoft zu hören war und uns Gänsehaut bescherte. Neben den üblichen Bunkerführungen gab es außerdem „Pälzer Schorle“, charmant gemischt und kredenzt vom Pälzer Mädel Christel, die damit nicht unerheblich zur Bombenstimmung beitrug.
Und zu guter Letzt kam noch ein Team von der Kampfmittelbergung Weidmann zufällig vorbei, die sich den Bunker zeigen ließen. Sie haben gerade im Industriegebiet Rheinstetten zu tun und waren begeistert von Boris´Führung, werden auch sicher wiederkommen. Na also!


















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