Vortrag von Kurt Pottiez über „Rastatts Industrie“ am 24.April um 19 Uhr in der Aula der
Karlschule Rastatt


Wer hat noch von den „Gubener Hutstoffwerken“ gehört, die in den 1920er Jahren im Gebäude des
späteren Intermarkt (Ritterstrasse) produzierten, oder von den Reishauer-Werkzeugen in der
Lochfeldstraße? Und wer erinnert sich an die Firmen Hart &Hertel in der Leopoldsfeste, das
Odinwerk in der Lochfeldstrasse, von einem Ostpreußen aus Königsberg nach dem 2. Weltkrieg
gegründet, oder die Rechenmaschinenfabrik Schubert in der Hardbergstrasse?
Mancher Betrieb war den rund 80 Zuhörern noch bekannt, die sich in der Aula der Karlschule
eingefunden hatten und aufmerksam dem Vortrag von Kurt Pottiez folgten. Von ABA
(Automatenfabrik) bis Zinssermühle (heute Arbeitsamt) hatte dieser eine reichbebilderte Zeitreise
durch die Industrie Rastatts zusammengestellt. Das war zugleich eine Zeitreise durch das
Arbeitsleben vieler Menschen in Rastatt und Umgebung, die dort einst ihr Brot verdienten: bei
Möbel-Trefzger, den Stierlen-Werken, Greiserdruck, Hofbrauhaus Hatz, Weimer-Pharma, Löffler-
Furnierfabrik, der Waggonfabrik, den Herd- und Papierfabriken, der RAKU ….
Nicht nur Fotografien der Produktionsgebäude, sondern auch Briefköpfe und Werbeanzeigen sowie
Fotos von Belegschaften waren zu sehen, außerdem einige Produkte: Nägel von den Dianawerken
aus der Nachkriegszeit, als die Produktion von Luftgewehren verboten war; eine Rechenmaschine
von Thales ( die sog. „Kurbelhexe“), eine Linse von den Leitzwerken u.a. mehr.


Das breitgefächerte Bild der ehemaligen Industriebetriebe machte deutlich, dass die Stadt in
früheren Zeiten nicht von einer Branche allein abhängig war und Krisen leichter abfedern konnte,
als dies heute bei einem Großunternehmen mit Tausenden Arbeitsplätzen der Fall wäre.
Eingeladen hatten zu dieser interessanten Veranstaltung der Bürgerverein Ludwigvorstadt
(Dörflerverein) und der Historische Verein Rastatt. Der Referent hatte bereits in der Vergangenheit
mit Vorträgen über die Geschäfte in der Kaiserstraße, Wirtshäuser, das „Lobberle“ oder das
„Dörfel“ begeistert.
Danke, Kurt Pottiez für diesen kenntnisreichen und kurzweiligen Rückblick auf „Rastatts
Industrie“!


Rastatt, 24.4.2024
Dr.Irmgard Stamm, Historischer Verein

Eine Antwort zu „„Rastatts Industrie“ von Kurt Pottiez“

  1. Danke Patric!

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