Mehr als zufrieden ist der Historische Verein Rastatt mit dem Verlauf des 10.Mai, der als deutsch-französischer Tag deklariert und ein voller Erfolg war.

































Deutsche und Franzosen begegneten sich zum geselligen und informativen Austausch, darunter einige ehemalige Soldaten der französischen Streitkräfte aus Kasernen in Rastatt.

Begrüßt wurde eine Delegation des Vereins ALMO (Amis de la Ligne Maginot Oberroedern), die eine Bunkerführung erhielt und, weil ihnen die Bundesfestung Rastatt unbekannt war, am Nachmittag noch die Kasematten besuchten. Doch zunächst verfolgten die Freunde der Maginotlinie sowie zahlreiche Gäste interessiert eine Bombenentschärfung, die Sandro Wünschel mit großer Expertise vorführte.
Ein weiterer Freund des Historischen Vereins ratterte mit einem alten Kramer-Schlepper auf das Gelände und sorgte für Stimmung und neugierige Blicke.








Es überwogen aber die Gespräche auf Französisch, Elsässisch und Deutsch. Jean-Louis aus Neubois bei Schlettstadt zum Beispiel betrachtet Rastatt als seine zweite Heimat, kommt immer gerne in die Stadt, in der er als früherer Zivilangestellter in der Kaserne Joffre zahlreiche Freunde fand, zu denen er Kontakt hält.
Ein Gast aus Oberroedern freute sich über die Einladung: „Ich fühle mich vierzig Jahre jünger, habe allmorgendlich beim Fahnenmast die Trompete geblasen“, erinnert sich das ehemalige Mitglied beim 42er Musikkorps. Das Regimentszeichen war extra für diesen Tag angebracht worden und weckte ebenfalls Erinnerungen.


Schließlich überbrachte der 2.Vorsitzende des neuen Vereins „Festungsnetz grenzenlos“, Francois Albénesius einen Ginkhobaum als Symbol der Freundschaft mit dem Historischen Verein. „Dieser Baum ist der einzige, der den Atombombenabwurf auf Hieroshima überlebt hat“, erklärte Albenesius. Übrigens war er auch der Lieblingsbaum von Goethe, der bekanntlich seine Jugendliebe Friederike – im nahegelegenen Niederroedern geboren – im Elsaß fand. Der Tag verlief heiter mit Bratwurst und Pfälzer Schorle und ging erst um 18 Uhr zu Ende.

Gefördert wurde die Veranstaltung vom deutsch-französischen Bürgerfonds.
11.5.2026 Dr.Irmgard Stamm



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